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Der Brocken
Der Brocken im Harz ist Norddeutschlands höchste und
gleichzeitig berühmteste Erhebung. Seit Jahrhunderten
zieht der Berg Menschen von nah und fern in seinen Bann.
Kurze Brocken Geschichte
Erstmals verbrieft ist eine Besteigung des Brockens am 3.8.1579.
Jedoch schon im 17.Jh. häuften sich die Begehungen dieses
außergewöhnlichen Berges. Zu Fuß und teilweise
zu Pferd machten sich Schaulustige auf den beschwerlichen
und steilen Weg. Im Jahre 1591 wurde der erste, mit 1000 Tannenstämmen
befestigte Weg angelegt. Allerdings endete er auf halber Höhe.
Erst 1736 baute man das erste Gebäude auf dem Brocken,
das Brocken- und Brunnenhäuschen. Zur Jahrhundertwende
eröffnete schließlich ein Gasthaus, das im Jahre
1825 an manchen Tagen bereits um die 100 Schlafgäste
beherbergte. Brocken mehr >>>
Der Brocken und seine Mythologie
Es ist allseits bekannt, dass der Harz nicht nur ein Platz
von unübertrefflicher Schönheit ist, sondern auch,
dass sich Hexerei und Zauberwerk dort zutragen. Auch Goethe
und Heine konnten sich den Sagen und Mythen dieser Gegend
nicht entziehen.
Goethes Brockenwanderung und der "Faust"
Goethe war nicht nur Dichter, sondern auch Wissenschaftler.
Als junger Mann erkletterte er, gemeinsam mit einem Freund,
den höchsten Berg des Harzes, um dessen Geheimnisse zu
erkunden. Welchen Eindruck muß der Anblick in ihm hinterlassen
haben! .....; der Gipfel ist meist nebelverhangen. Diese geheimnisvolle
Umgebung inspirierte Goethe derart, dass er eine Szene in
seinem 'Faust' dort ansiedelte. Dabei bezog er sich auf verschiedene
Legenden des geheimnisumwitterten Orts ein. So der, dass ein
Mann einen Pakt mit dem Teufel einging. Für das Wissen,
"was die Welt im Innersten zusammenhält", verkaufte
er ihm seine Seele. Doch der Faust Mythos ist nicht neu. Bereits
der englische Dichter Philip Marlowe schrieb im 16. Jahrhundert
eine Geschichte vom 'Doctor Faustus'. Goethes 'Faust' gehört
heute unbestreitbar zu den Klassikern der deutschen Literatur.
Doch bereits wenig nach seiner Entstehung inspirierte er andere,
so den Dichter Adalbert Chamisso und seine 'wundersame Geschichte
vom Peter Schlehmil'. Eine andere Sage des Harzes findet sich
ebenfalls im 'Faust' wieder. So sollen die Hexen in jeder
Walpurgisnacht zum Brocken fliegen, um mit dem Teufel zu tanzen.
An diesen Stellen haben die Felsen besonders bizarre Formen.
So tragen zwei von ihnen den Namen 'Hexenaltar' und 'Teufelskanzel'.
Heinrich Heine
-Die Harzreise
Im Jahre 1824 unternahm Heinrich Heine eine Reise durch den
Harz. Von Göttingen aus wanderte er durch .....usw. Die
Eindrücke seiner Wanderschaft finden sich in dem Gedichtband
'Die Harzreise' wieder. Auch bei Heine sind die Mythen und
Legenden des Harzes eng mit seiner Beschreibung der Menschen
und der Umgebung verknüpft.
"...wenn man die obere Hälfte des Brockens besteigt,
kann man sich nicht erwehren, an die etlichen Blocksbergsgeschichten
zu denken, und besonders an die große, mystische, deutsche
Nationaltragödie vom Doktor Faust. Mir war immer, als
ob der Pferdefuß neben mir hinauf kletterte, und jemand
humoristisch Atem schöpfe..."
Die Schönheit eines Sonnenaufgangs am Brocken inspirierte
ihn zu dem Gedicht "Auf dem Brocken". Als er dann
vom Brocken in die Stadt Ilsenburg hinabwanderte, sah er die
Legende, dass der Fluß Ilse einst eine Prinzessin dieses
Namens gewesen sei, bestätigt.
"Ja, die Sage ist wahr, die Ilse ist eine Prinzessin,
die lachend und blühend den Berg hinab läuft. Wie
blinkt im Sonnenschein ihr weißes Schaumgewand!"
Daraus entstand das Gedicht "Die Ilse"
Andere Brockenstürmer
Neben Heine und Goethe scheute sich sogar Zar Peter der Große
nicht, den damals beschwerlichen Weg zum Granitgipfel zu meistern.
Ich selbst hatte das Vergnügen im Herbst 2000, beim
Aufstieg durch das Eckerloch, einem besonderen Bergfreund
zu begegnen. Schnellen Schrittes kam mir Reinhold Messner
entgegen.
Brockenlinks
BrockenCam
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vom Torfhaus
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