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Schierke, der besondere Kurort im Nationalpark Hochharz
Schierke befindet sich auf einer Höhe von 600 über
dem Meeresspiegel und ist wundervoll eingeschlossen von Bergen
und Wäldern im Tal der Kalten Bode. Als Ausgangspunkt
für den Aufstieg zum Brocken (1142 m ü.N.-siehe
Bild) oder den sagenumwogene Blocksberg, der schon in Goethes
Faust Erwähnung fand, ist Schierke geradezu ideal. Wer
jedoch den Genuß der Hochharzlandschaft mit einer romantischen
Dampflok erleben möchte, kann die Reise auch vom Schierker
Bahnhof aus antreten.
Für aktive Bergfreunde bietet Schierke aber auch zahlreiche
andere Möglichkeiten. Wanderfreunden kann zusammen mit
der ganzen Familie eine zweitägige Abenteuertour oder
eine Romantiktour durch die schönsten Harzgegenden angeboten
werden. Natürlich können Sie auch mit verfügbaren
Mountainbikes Ihre Radtouren selbst planen und durchführen.
Für Interessierte des Klettersports wird in Schierke
unter sachkundiger Aufsicht eine künstliche Kletterwand
angeboten. Weiterhin ist es möglich, Klettererfahrungen
beim Besteigen an einem der zahlreichen Granitfelsen zu sammeln.
Wenn der Winter in Schierke Einzug hält, ist unser Ort
besonders schön. Ein Eldorado für Eisläufer
ist hierbei das Natureisstadion. Schierke bietet ebenfalls
eine ca. 40 km gespurte Loipe, mit unterschiedlichen Längen
und Schwierigkeitsgraden. Für die Kleinsten gibt es auch
im Ort einen Skihang mit Lift. Skikurse für Lang- und
Abfahrtsläufer werden ebenfalls über die Kurverwaltung
angeboten. Für große und kleine Schlittenfans gibt
es mehrere geschobene Rodelbahnen, wo selbst ein Rodeln im
Fackelschein möglich ist. Ein besonderes Erlebnis ist
es, mit dem Pferdeschlitten durch den verschneiten Winterwald
zu fahren.
Die Geschichte von Schierke
Die Gegend entlang der kalten Bode, wo sich heute Schierke
befindet, wurde anno 1407 als Forstgebiet der Grafschaft Wernigerode
erstmals urkundlich erwähnt. Die Gegend gehörte
seit der Zeit Karl des Großen dem Reichsbannforste zu.
Ein Gebiet, das sich die deutschen Kaiser und Könige
als Jagdrevier vorbehielten. Bezeichnungen wie Königshof,
Königsbach, Königskapelle, Kaiserweg u.s.w. stammen
aus dieser Zeit. Das Tal wird in Aufzeichnungen ab dem 14.
Jahrhundert als Sterbetal bei den Moorschlacken erwähnt.
Mit dem Bau einer Sägemühle an der Bode begann die
Besiedlung "uf dem Schiricken", womit eine Stelle
mit schierem, reinen, Eichenbestand gemeint war. Dieser Siedlungsbeginn
wird ca. auf 1550 datiert.
Die weitere Entwicklung des Oberharzes und damit auch der
Umgebung von Schierke wurde geprägt von der Bauholzgewinnung,
dem Erzbergbau, der Holzverkohlung für die Erzschmelze
und später der Glasverhüttung und Torfgewinnung.
Grund und Boden von Schierke waren seit dem 15.11.1518 Eigentum
des Grafenhauses von Stolberg - Wernigerode, die Einwohner
waren Fachleute dieser Herrschaft. Die Schierker hatten ihre
Besitzungen gegen Laßzins inne. Die Bewohner führten
ein armseeliges Leben, aus den geschichtlichen Unterlagen
( gerichtliche Verhöre ) ist zu entnehmen, dass um 1700
Schreiben und Lesen bei den Schierkern unverstandene Künste
waren.
Erst gegen Ende des 19. Jahrhundert ( ab ca. 1880 ) begann
in Schierke der Kur - und Ferienbetrieb, Schierke begann aufzublühen.
Im Dritten Reich wurde erstmals die Vision verbreitet, Schierke
zum St. Moritz des Harzes zu machen.
Am 18.April 1945 endete in Schierke der 2. Weltkrieg. Im Juli
1945 wurde Schierke der sowjetischen Besatzungszone zugeteilt.
Die Regierung des neugegründeten Landes Sachsen - Anhalt
verlieh Schierke im März 1949 den Titel "Heilklimatischer
Kurort, Wintersportplatz".
1950 war Schierke Austragungsort der 1. Wintersportmeisterschaften
der DDR.
1952 legte die DDR Regierung an ihrer Westgrenze die 5 km
Sperrzone fest, mit der Umsetzung dieser Verordnung und ihrer
zunehmenden verschärften Anwendung wurde die Entwicklung
Schierkes stark gebremst und verhindert. Feriengäste
kamen nur mit Passierschein in Betriebs - ferienheime und
Heime des FDGB - Feriendienstes. Thanks
to Gustav Witte
Nationalpark Harz
Der Harz ist seit fünf Jahren ein Nationalpark. Das
Gebiet ist einmalig, da es nicht nur besonders schön
ist, sondern auch eine interessante, wichtige und komplexe
Ökologie und Geologie bietet. Durch Renaturierung gesundeten
tausende von Fliessgewässern, Waldrändern und Moorflächen.
Einmalig ist auch die Tierwelt des Nationalparks. Über
sechs verschiedene Vegetationszonen, Fichtenwäldern und
auch Moorgegenden hinweg können Sie Wildkatzen, Rehe,
Rothirsche und Auerhühner begegnen. Seltsame Felsenformen
findet man im ganzen Harzgebiet. Als Bergbaugebiet war die
Region sehr wichtig. Die Granitberge enthalten wichtige und
sonderbare Mineralien. Seit langem ist der Harz ein großes
Land- und Forstwirtschaftsgebiet. Mit der Hilfe der Ranger
und Naturschutzverbände lebt die unberührte Natur
als Nationalpark weiter. Millionen von Menschen besuchen den
Harz, um die Natur zu erleben, wie auch Goethe und Heine sie
erlebten.
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